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Denkmalpreis für die Sanierung eines ehemaligen Damenstifts aus dem 16. Jahrhundert

(7.4.2025) Das historische Damenstift im Zentrum von Wasungen wurde umfassend saniert. Das aus Naturstein errichtete Gebäude, das seit dem 16. Jahrhundert das Ortsbild prägt, wies im Laufe der Zeit witterungsbedingte Schäden auf. Die notwendige Instandsetzung der Fassade erfolgte denkmalgerecht unter Einsatz des Sanierputzsystems von Maxit. Hierbei wurden sowohl das Sichtfachwerk neu verputzt als auch beschädigte Natursteine ersetzt sowie feuchte- und salzbelastete Bereiche behandelt. Das eingesetzte Maxit-Sanierputzsystem nach WTA-Richtlinie erfüllte dabei die spezifischen Anforderungen eines historischen Bauwerks.

Seit Abschluss der Sanierungsarbeiten erstrahlt das Wasunger Damenstift wieder in besonderem Glanz. (Bild: Grigoleit Stein & Denkmal/ Maxit). 

Historischer Kontext und aktuelle Nutzung

Der heutige Gebäudekomplex geht auf einen Umbau aus dem Jahr 1524 zurück, als der hennebergische Statthalter Bernhard Marschalk von Ostheim auf seinem ehemaligen Adelshof ein Damenstift errichten ließ. Das Gebäude diente bis 1931 als Unterkunft für verarmte Adelige und wurde anschließend bis in die 1980er-Jahre als Wohnraum genutzt. Seit der politischen Wende wird das Gebäude ausschließlich kulturell genutzt. Heute befinden sich darin unter anderem eine Touristeninformation, das Stadtmuseum, das Stadtarchiv sowie das Thüringer Karnevalsmuseum.

Sanierungsbedarf durch strukturelle Schäden

Im Jahr 2022 wurde im Karnevalsmuseum ein Riss in der Wand festgestellt. Untersuchungen zeigten großflächige Schäden im Erdgeschoss, verursacht durch langjährige Witterungseinflüsse. Sichtfachwerk, Naturstein und salzbelastete Fassadenbereiche mussten instandgesetzt werden. Ziel war es, die Struktur zu sichern und gleichzeitig den historischen Charakter zu erhalten.

Im Zuge der Fassadensanierung wurden stark geschädigte Natursteine ersetzt sowie feuchte- und salzbelastete Bereiche mit dem Porengrundputz „maxit san Grund” sowie dem hellen Sanierputz „maxit san Weiß” verputzt. (Bild: Grigoleit Stein & Denkmal/ Maxit) 

Einsatz eines zertifizierten Putzsystems

Für die unterschiedlichen Sanierungsbereiche kamen aufeinander abgestimmte Produkte von Maxit zum Einsatz. Die Maßnahmen orientierten sich an den Vorgaben des WTA-Merkblatts für Sanierputzsysteme. In einem ersten Schritt wurden stark geschädigte Natursteine ausgetauscht und alte Fugen entfernt. Der gereinigte Untergrund wurde anschließend mit dem sulfatbeständigen und diffusionsoffenen Sanier-Spritzbewurf „maxit san Vorspritz” vorbereitet.

Als Unterputz folgte der porenreiche „maxit san Grund”, der als salzspeichernder Putz insbesondere bei feuchtebelastetem Mauerwerk eingesetzt wird. Darauf wurde der helle Sanierputz „maxit san Weiß” aufgetragen. Dieser zeichnet sich durch ein hohes Porenvolumen und eine geringe kapillare Wasseraufnahme aus, wodurch eine hohe Resistenz gegen Salz- und Frosteinwirkung erreicht wird. Aufgrund dieser Eigenschaften gilt das System auch in Einrichtungen wie Museen, Archiven oder Bibliotheken als geeignete Lösung zum Schutz sensibler Innenräume.

Für die verschiedenen Fassadenbereiche kamen entsprechende Putzsysteme nach WTA-Richtlinie der Maxit-Gruppe zum Einsatz (Bild: Maxit). 

Sichtfachwerk vor Feuchtigkeit geschützt

Im Rahmen der Arbeiten wurde auch das Gefache des Sichtfachwerks überarbeitet. Dabei erfolgte eine detaillierte Prüfung auf lose Stellen, Risse und Ausbruchschäden. Bestehende und unbeschädigte Bauteile – wie intakte Putzflächen oder Natursteine – konnten erhalten und ergänzt werden. Für die Ausbesserungen wurde der wohngesunde „maxit ip 390 Kalk-Trassputz” verwendet, der sich aufgrund seiner Zusammensetzung besonders für historisches Mauerwerk eignet. Nach der erforderlichen Standzeit wurde die Fläche mit dem Kalkfeinputz „maxit ip 316” überzogen. Dieser ist speziell für Fachwerk geeignet und zeichnet sich durch gute Verarbeitbarkeit sowie eine hohe Alkalität aus, die schimmelhemmend wirkt. Die abschließende Gestaltung erfolgte mit einer Silikatfarbe.

Anerkennung für gelungene Umsetzung

Die Arbeiten wurden im Laufe eines Jahres abgeschlossen. Die Außenhülle des ehemaligen Damenstifts präsentiert sich heute in einem sanierten Zustand und bleibt damit als Zeugnis regionaler Baugeschichte erhalten. Für die gelungene Umsetzung wurde das Projekt mit dem Denkmalpreis des Landkreises Schmalkalden-Meiningen ausgezeichnet. Die Denkmalbehörde lobte insbesondere die fachgerechte Umsetzung der komplexen Sanierungsaufgabe. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten die eingesetzten Materialien mit ihren bauphysikalischen Eigenschaften.

Weitere Informationen können per E-Mail an Franken Maxit angefordert werden.

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