Wohnbautätigkeit im 4. Quartal 2001 in der Schweiz
(1.3.2002) Im 4. Quartal 2001 nahm die Wohnungsproduktion in der Schweiz verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode ab: 8900 Wohnungen wurden neu erstellt, 8% weniger als vor Jahresfrist. Am Ende des Beobachtungsquartals befanden sich 35.700 Wohnungen im Bau, rund 1.100 Einheiten mehr als ein Jahr zuvor. Die Anzahl baubewilligter Wohnungen steigerte sich leicht (+2%). So weit die wichtigsten Ergebnisse der quartalsweise durchgeführten Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) über die Wohnungsproduktion.
Neu erstellte Wohnungen
Im 4. Quartal 2001 belief sich die Wohnungsproduktion auf 8.900
Einheiten, was einer Abnahme um 800 Einheiten oder 8% gegenüber der entsprechenden
Vorjahresperiode entspricht. Sämtliche Gemeindegrössenklassen hatten an diesem
deutlichen Einbruch teil, insbesondere die Gemeinden mit 2000 bis 5000 Einwohnern mit
einem Minus von 12%.
Von Oktober bis Dezember 2001 wurden in den Agglomerationen der fünf grössten Städte
2.900 Wohnungen neu erstellt. Dies bedeutet eine Abnahme um 130 Einheiten bzw. 4%
verglichen mit dem 4. Quartal 2000. Zu dieser Verminderung trugen insbesondere die
Agglomerationen Bern und Genf mit einem Minus von 340 Einheiten.
Im Jahr 2001 wurden den provisorischen Ergebnissen zufolge (die
definitiven Ergebnisse sind erst im Herbst dieses Jahres verfügbar) insgesamt 31.600
Wohnungen neu erstellt, 900 Einheiten oder 2,8% weniger als im Vorjahr. Einzig die
Gemeinden mit 2000 bis 5000 Einwohnern verzeichneten ein leichtes Plus von rund 1%.
Die Anzahl neu erstellter Wohnungen in den Agglomerationen der fünf grössten Schweizer
Städte gab deutlich nach (-12%). Die Abschwächung geht hauptsächlich auf das Konto der
Agglomerationen Bern, Genf und vor allem Zürich (dort: -900 Einheiten).
Im Bau befindliche Wohnungen
In der Schweiz befanden sich am Ende des 4. Quartals 2001 35'700 Wohnungen im Bau.
Verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode entspricht dies einem markanten Anstieg
um 1100 Einheiten (+3%). Sämtliche Gemeindegrössenklassen ausser die kleinen Gemeinden
(-130 Einheiten) trugen zu dieser Hausse bei. Mit 14.350 im Bau befindlichen Wohnungen
warteten die Agglomerationen der fünf grössten Städte mit
einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 660 Einheiten (+5%) auf. Zugpferde dieser
Ausweitung waren die Agglomerationen Genf und Bern mit 400 bzw. 390 zusätzlichen
Einheiten. Einzig Zürich musste einen Einbruch um 370 Einheiten hinnehmen.
Baubewilligte Wohnungen
Im 4. Quartal 2001 wurden in der Schweiz 9000 Wohnungen baubewilligt.
Dies bedeutet eine leichte Zunahme um 2% gegenüber dem Vorjahr. Während die Städte eine
deutliche Steigerung notierten (+910 Einheiten), vermeldeten die übrigen
Gemeindegrössenklassen Rückgänge unterschiedlichen Ausmasses.
In den Agglomerationen der fünf grössten Städte erhöhte sich die Anzahl baubewilligter
Wohnungen um 22%. Diese Entwicklung wurde von den Agglomerationen Zürich und Bern
bestimmt, die 700 bzw. 195 zusätzliche Wohnungen registrierten. Die übrigen
Agglomerationen verzeichneten hingegen Negativwerte.
2001 wurden in der Schweiz insgesamt 34'800 Wohnungen baubewilligt, 3200 Einheiten oder 8,5% weniger als letztes Jahr. Der Abbau ging insbesondere von den Gemeinden mit weniger als 5000 Einwohnern aus, während die Agglomerationen der fünf grössten Städte ein leichtes Plus von 1% beisteuerten und den Stand von 11'800 baubewilligten Wohnungen erreichten.
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